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Jetzt aber: Dresden Monarchs vs. Kiel Baltic Hurricanes

Im Football zählen vor allem die Ergebnisse. Ein Sieg ist ein Sieg. Und 5 Siege sind 5 Siege – das sieht beeindruckend aus. Wenn da nur nicht dieses Störgefühl wäre. Geben diese 5 Siege in 5 Spielen wirklich das Bild wieder, was das Team der Dresden Monarchs 2026 zu leisten imstande ist? Steuert man mit diesem Saisonstart quasi fast automatisch in Richtung Teilnahme an den Playoffs und den Einzug in den GFL-Bowl.

Diese Fragen fühlen sich etwas merkwürdig an, insbesondere wenn man die Leistung der Dresdner Verteidigung in dieser Saison betrachtet. Das war sehr oft sehr eindrucksvoll. Ja, es gab auch mal ein paar Anpassungsprobleme an die Spielweise der Gegner, aber insgesamt hat sich diese Defense bislang nie die berühmte „Butter vom Brot“ nehmen lassen. Offensiv fällt das Fazit gemischter aus. Tolle Plays und tolle Touchdowns wechseln sich ab mit Unkonzentriertheiten und erkennbar fehlender Abstimmung. Dazu ein Laufspiel, was nicht so oft in Fahrt kommt, wie es notwendig gewesen wäre. Auf dem Papier eine der besten Offenses der Liga, aber die sprichwörtlichen PS waren nicht immer auf der Straße.

Das war insbesondere beim Spiel in der Vorwoche in Braunschweig der Fall. Da stotterte der Angriffsmotor erheblich und hielt damit die Lions bis fast zum Schluss im Spiel. Zwar entstand nie der Eindruck, dass die Monarchs wirklich verlieren könnten, aber gegen Teams wie Potsdam, Schwäbisch Hall oder auch Hildesheim dürfte es deutlich schwieriger werden. Umso wichtiger ist ein klares Statement im letzten Heimspiel vor der Sommerpause. Alle Störgefühle und Fragen wegwischen und vor allem offensiv abliefern – das muss das übergeordnete Thema sein.

Der Gegner aus Kiel ist durchaus undankbar. Sie haben einen sehr mobilen Quarterback und eine mitunter sehr kreative Spielzugauswahl. Zusätzlich stehen sie nach der Niederlage gegen Düsseldorf am vergangenen Wochenende im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand und brauchen dringend Erfolgserlebnisse. Umso motivierter werden sie in Dresden auftreten, auch um die Niederlage im Hinspiel in Kiel vergessen zu machen.

Möglicherweise ist dieses Spiel ein entscheidender Fingerzeig, wie es mit den Dresden Monarchs in dieser Saison weitergeht und wo diese enden kann. Wir hoffen, dass die Kraft des Teams in allen Mannschaftsteilen sichtbar wird.

Dresden Monarchs vs. Kiel Baltic Hurricanes – Sonnabend, 20.06. ab 15:45 Uhr!

Dresden Monarchs vs. Berlin Rebels 42:14

  1. Viertel

    07:00 18-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #81 Montigo Moss (PAT #0 Florian Finke)
  2. Viertel

    14:00 46-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #81 Montigo Moss (PAT #0 Florian Finke)
  3. Viertel

    21:00 31-Yard-Lauf #5 Rocky Lombardi (PAT #0 Florian Finke)
    28:00 48-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #81 Montigo Moss (PAT #0 Florian Finke)
    28:07 46-Yard-Pass #1 Tyquell Fields auf #0 Nate Stewart (PAT #14 Kris Cain)
  4. Viertel

    35:07 7-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #84 Janne Särkelä (PAT #0 Florian Finke)
    42:07 37-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #21 David Moore (PAT #0 Florian Finke)
    42:14 4-Yard-Lauf #4 Filip Uderhardt (PAT #14 Kris Cain)

Gradmesser: Dresden Monarchs vs. Berlin Rebels

Der Saisonauftakt ist gelungen. Die ersten drei Spiele haben die Dresden Monarchs (im Ergebnis) souverän gewonnen. Nach einer Woche Pause steht nun Spiel 4 an und mit den Berlin Rebels kommt ein altbekannter und ebenso unbequemer Gegner nach Dresden.

So richtig kann man es nicht benennen, aber es muss Gründe geben, dass sich die Monarchs mitunter gegen die Hauptstädter schwer tun. Oft wird dabei die sehr physische Spielweise der Rebels benannt. Oder es ist schlicht eine selberfüllende Prophezeiung: Man weiß, dass man sich in der Vergangenheit schwer getan hat, das hat man im Hinterkopf und entsprechend schwer tut man sich auch in der Gegenwart.

Wird das in diesem Jahr genauso sein? Auf dem Papier haben die Rebels wieder eine starke Mannschaft zusammen. Und das haben sie speziell im ersten Spiel auch eindrucksvoll demonstriert. Gegen den Seriensieger aus Potsdam ging man mit einer 14:00-Führung ins 4. Viertel und sah wie der klare Sieger aus. Allerdings gaben die Rebels diesen Sieg noch aus der Hand – Potsdam schaffte das Comeback und vermied eine Niederlage zum Auftakt. Vorige Woche gab es dann den zweiten Dämpfer für Berlin. Auch gegen die Schwäbisch Hall Unicorns konnten die Rebels nicht gewinnen und stehen schon jetzt in Zugzwang im Bezug auf die Playoff-Teilnahme.

Insofern ist da Licht und Schatten, auch aus Sicht der Monarchs. Man weiß um die Verletztlichkeit der Rebels, aber man darf sie dennoch nicht unterschätzen. Das wird die Dresdner Verteidigung auf keinen Fall tun. Sie zeigte sich in den ersten drei Spielen bärenstark und war der klare Rückhalt für den erfolgreichen Start. Schwerer tat sich dagegen die Offense der Königlichen. Insbesondere bei den Spielen in Düsseldorf und Kiel war dort oftmals noch der sprichwörtliche „Wurm drin“ und die nominalen PS aus der Kaderzusammenstellung wirkten noch nicht so positiv und überzeugend, wie man sich das sicherlich gewünscht hat.

Nun wird es also Zeit nach der ersten kleinen Verschnaufpause zu zeigen, dass man in allen Mannschaftsteilen gewachsen ist und das Ziel GFL-Bowl in der eigenen Stadt angehen kann. Mit den Rebels spielt man gegen einen Gegner, der dies einerseits möglich machen kann, der aber andererseits auch ein guter Gradmesser ist. Wir sind gespannt.

Dresden Monarchs vs. Berlin Rebels – Sonnabend, 06.06. ab 15:45 Uhr!