Aktuelle News

Gradmesser: Dresden Monarchs vs. Berlin Rebels

Der Saisonauftakt ist gelungen. Die ersten drei Spiele haben die Dresden Monarchs (im Ergebnis) souverän gewonnen. Nach einer Woche Pause steht nun Spiel 4 an und mit den Berlin Rebels kommt ein altbekannter und ebenso unbequemer Gegner nach Dresden.

So richtig kann man es nicht benennen, aber es muss Gründe geben, dass sich die Monarchs mitunter gegen die Hauptstädter schwer tun. Oft wird dabei die sehr physische Spielweise der Rebels benannt. Oder es ist schlicht eine selberfüllende Prophezeiung: Man weiß, dass man sich in der Vergangenheit schwer getan hat, das hat man im Hinterkopf und entsprechend schwer tut man sich auch in der Gegenwart.

Wird das in diesem Jahr genauso sein? Auf dem Papier haben die Rebels wieder eine starke Mannschaft zusammen. Und das haben sie speziell im ersten Spiel auch eindrucksvoll demonstriert. Gegen den Seriensieger aus Potsdam ging man mit einer 14:00-Führung ins 4. Viertel und sah wie der klare Sieger aus. Allerdings gaben die Rebels diesen Sieg noch aus der Hand – Potsdam schaffte das Comeback und vermied eine Niederlage zum Auftakt. Vorige Woche gab es dann den zweiten Dämpfer für Berlin. Auch gegen die Schwäbisch Hall Unicorns konnten die Rebels nicht gewinnen und stehen schon jetzt in Zugzwang im Bezug auf die Playoff-Teilnahme.

Insofern ist da Licht und Schatten, auch aus Sicht der Monarchs. Man weiß um die Verletztlichkeit der Rebels, aber man darf sie dennoch nicht unterschätzen. Das wird die Dresdner Verteidigung auf keinen Fall tun. Sie zeigte sich in den ersten drei Spielen bärenstark und war der klare Rückhalt für den erfolgreichen Start. Schwerer tat sich dagegen die Offense der Königlichen. Insbesondere bei den Spielen in Düsseldorf und Kiel war dort oftmals noch der sprichwörtliche „Wurm drin“ und die nominalen PS aus der Kaderzusammenstellung wirkten noch nicht so positiv und überzeugend, wie man sich das sicherlich gewünscht hat.

Nun wird es also Zeit nach der ersten kleinen Verschnaufpause zu zeigen, dass man in allen Mannschaftsteilen gewachsen ist und das Ziel GFL-Bowl in der eigenen Stadt angehen kann. Mit den Rebels spielt man gegen einen Gegner, der dies einerseits möglich machen kann, der aber andererseits auch ein guter Gradmesser ist. Wir sind gespannt.

Dresden Monarchs vs. Berlin Rebels – Sonnabend, 06.06. ab 15:45 Uhr!

Dresden Monarchs vs. Braunschweig Lions 47:08

  1. Viertel

    07:00 19-Yard-Lauf #8 Tofunmi Lala (PAT #0 Florian Finke)
    14:00 84-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #84 Janne Särkelä (PAT #0 Florian Finke)
  2. Viertel

    21:00 6-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #81 Montigo Moss (PAT #0 Florian Finke)
    23:00 Safety (Snap beim Punt zu hoch)
    30:00 23-Yard-Lauf #8 Tofunmi Lala (PAT #0 Florian Finke)
  3. Viertel

    37:00 3-Yard-Lauf #5 Rocky Lombardi (PAT #0 Florian Finke)
    44:00 23-Yard-Pass #5 Rocky Lombardi auf #84 Janne Särkelä (PAT #0 Florian Finke)
  4. Viertel

    47:00 32-Yard-Fieldgoal #0 Florian Finke
    47:08 6-Yard-Pass #7 Ryon Thomas auf #89 Jonathan ter Horst (Conv. Pass #7 Ryon Thomas auf #5 Peter Anderson)

Auftakt: Dresden Monarchs vs. Braunschweig Lions

Wenn man über American Football in Deutschland spricht, kommt man an diesem Team nicht vorbei. Sie waren keinesfalls die ersten im Land. Das haben ihnen die Düsseldorf Panther oder die Berlin Adler voraus. Aber sie sind mit Abstand die erfolgreichsten. Nicht umsonst dürfen sie den Titel „Rekordmeister“ tragen.

Natürlich reden wir über die Braunschweig Lions. Wir dürfen auch wieder diesen Namen nennen, denn mit Beginn dieser Saison hat das GFL-Team die Namensrechte von der vor Jahren in die Insolvenz gegangenen Spielbetriebs GmbH zurück. Aber auch dieser Umstand zeigt, dass die Geschichte der Lions seit Mitte der 1980er Jahre nicht ohne Rückschläge ausgekommen ist. Der letzte war der Rückzug des langjährigen Namenssponsors und damit die bange Frage, ob und wie es mit den Lions weitergeht.

Zum Glück können wir am Beginn der Saison 2026 diese Frage positiv beantworten. Die Lions sind sehr präsent werden in der GFL ein Wörtchen im Kampf um die Playoffs mitzureden haben. Dafür sprechen sowohl die verpflichteten Spieler aus Europa und Übersee wie auch die Verstärkungen mit deutschen Spielern. Besonders sticht heraus, dass die Lions offenbar zahlreiche Spieler der nicht mehr existenten Hamburg Sea Devils zu einem Wechsel von der Elbe an die Oker bewegen konnten. Wie sich das Team zusammenfügt wird man sehen, aber der Test gegen den GFL2-Meister des Vorjahres, die Hamburg Pioneers, gewannen die Braunschweiger mit 48:28.

Damit treffen die Lions auf die Dresden Monarchs, die eine durchwachsene Vorbereitung gespielt haben. Gegen arg dezimierte Straubing Spiders reichte es nur für ein 16:16-Unentschieden. Dafür hielt man sich gegen Leipzig mit 61:07 schadlos. Aber auch hier bleibt abzuwarten, was diese Ergebnisse wert sind, da die Starter teilweise nur ein Viertel beziehungsweise eine Halbzeit gespielt haben. In jedem Fall sind die Braunschweig Lions zum Saisonauftakt eine besondere Herausforderung.

Die Tradition ist da in jedem Fall dabei. Gegen kein anderes Team haben die Dresden Monarchs seit ihrem Aufstieg in die GFL mehr Spiele absolviert. Die Bilanz spricht in Summe noch deutlich für die Lions, aber die letzten Jahre konnten sie in Dresden nicht mehr gewinnen. Mal schauen, ob das auch 2026 so bleibt…

Dresden Monarchs vs. Braunschweig Lions – Sonnabend, 09. Mai ab 15:45 Uhr!