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Vorbereitung: Straubing und Leipzig

Die lange Offseason im American Football in Deutschland hat auch etwas Gutes. Das Ende der letzten Saison ist fast schon aus der Erinnerung verschwunden. Für die Dresden Monarchs war es eine Saison mit ganz viel Licht und einem entscheidenden Schatten: die Potsdam Royals. Zum zweiten Mal stand man gegen die Brandenburger im GFL-Bowl und zum zweiten Mal in Folge wurde man nur Vizemeister. Das es im vergangenen Oktober im Harbig-Stadion dennoch eine rauschende Football-Party gab ist der süße Beigeschmack.

Nun ist ein halbes Jahr vergangen und die Monarchs greifen mit ihrem „Team34“, also der Mannschaft der Saison 2026 an. Und die stellt eine durchaus interessante Mischung dar. Der Kern des Teams aus der Vorsaison ist erhalten geblieben, darunter viele deutsche Leistungsträger. Spannend, dass mit RB Tofunmi Lala, WR Janne Särkelä, LB Logan Mobellini und DB Devonni Reed auch mehrere „Imports“ den Weg (abermals) zurück an die Elbe gefunden. Sie sind allesamt Leistungsträger. Das kann man auch von den Rückkehrern behaupten: WR Jordi Torrededia, DB Lucas Masero und TE Ethan Janto haben bereits 2024 unter Beweis gestellt, was in ihnen steckt und sind nun bei den Königlichen zurück.

Schmerzlich vermisst werden QB Justin Miller und WR Tyler Hudson. Umso mehr richtet sich der Blick auf ihre Nachfolger – und die können sich schon allein von den Namen hören lassen: QB Rocky Lombardi und WR Montigo Moss. Ja, da weht ein Hauch NFL durchs Rund – aber beide müssen zeigen, dass sie auch abseits der Namen Großes leisten können. Hinzu kommen mit DL Sterling May und DB Vince Feuerbacher sowie RB David Moore weitere Verstärkungen aus Kanada, Frankreich und den USA.

Nun ist es an HC Greg Seamon und seinem Trainerteam, aus diesen Spielern eine Mannschaft zu formen. Das erste Trainingscamp hat bereits stattgefunden, jetzt stehen die Testspiele an. Und da stehen bekannte Gegner auf dem Tableau: Gegen die Straubing Spiders gibt’s das mittlerweile vierte Vorbereitungsspiel und im SachsenBowl gibt’s den Klassiker gegen die Leipzig Lions. Straubing ist ein ambitioniertes Team in der GFL Süd und die Lions konnten vergangene Saison nach dem Aufstieg den Klassenerhalt in der GFL2 feiern. Erstmals seit 1999 spielen die Monarchs wieder auswärts gegen die Lions – diesmal als Premiere in Markkleeberg.

Dresden Monarchs vs. Straubing Spiders – Sonnabend, 18.04. ab 15:45 Uhr!

Leipzig Lions vs. Dresden Monarchs – Sonnabend, 25.04. 15:00 Uhr
(ob die Lions eine Live-Übertragung anbieten ist nicht bekannt, kommt einfach hin!)

Dresden Monarchs vs. Pforzheim Wilddogs 41:22

  1. Viertel

    07:00 23-Yard-Pass #12 Justin Miller auf #83 Joel Särkelä (PAT #0 Florian Finke)
  2. Viertel

    10:00 39-Yard-Fieldgoal #0 Florian Finke
    17:00 27-Yard-Pass #12 Justin Miller auf #83 Joel Särkelä (PAT #0 Florian Finke)
    24:00 14-Yard-Pass #12 Justin Miller auf #8 Tofunmi Lala (PAT #0 Florian Finke)
  3. Viertel

    31:00 2-Yard-Pass #12 Justin Miller auf #8 Tofunmi Lala (PAT #0 Florian Finke)
    31:07 74-Yard-Pass #9 Drequan Harris auf #1 Luca Hirschberger (PAT #1 Luca Hirschberger)
    31:14 4-Yard-Pass #10 Alec Tatum auf #9 Drequan Harris (PAT #1 Luca Hirschberger)
  4. Viertel

    31:22 6-Yard-Lauf #9 Drequan Harris (Conv. Pass #9 Drequan Harris auf #11 Luca Faschian)
    38:22 56-Yard-Pass #12 Justin Miller auf #7 Tyler Hudson (PAT #0 Florian Finke)
    41:22 42-Yard-Fieldgoal #0 Florian Finke

    Die Dresden Monarchs stehen damit im Halbfinale!

Viertelfinale: Dresden Monarchs vs. Pforzheim Wilddogs

Hätte es eines Beweises bedurft, wer derzeit in der GFL das Maß der Dinge ist, dann hat es das finale um die Nordmeisterschaft in der regulären Saison gezeigt. Der zweimalige Deutsche Meister Potsdam Royals hat in jedem Mannschaftsteil die Dresden Monarchs dominiert und deren Titelambitionen einen mehr als deutlichen Dämpfer verpasst. Zu klar war die Überlegenheit.

Nun ist es an den Monarchs aus diesem Spiel die positiven Lehren zu ziehen. „Gewogen, und für zu leicht befunden“ kann nur ein Fazit für dieses eine Spiel sein – oder man bezieht es auf die Gesamtsituation. Das wäre aber der falsche Ansatz, denn nun stehen die Playoffs an. Da muss jedes Spiel gewonnen werden, wenn man das Finale „daheeme“ im Harbig-Stadion erreichen will. Also ist Motivation gefragt und keine Verunsicherung; Zuversicht statt Resignation. Und schon gar nicht sollte man dem möglicherweise verlorenen Heimrecht um Halbfinale nachtrauern.

Denn erstmal steht das Viertelfinale an und das wird vor heimischem Publikum gespielt, welches ganz sicher eine feste Bank in Sachen Zuspruch und Motivation sein wird. Der Gegner ist dabei eher unbekannt. Gegen die Pforzheim Wilddogs haben die Monarchs noch nie gespielt. Auf dem Papier der Aufsteiger aus der Vorsaison in die GFL Süd haben sich die Wilddogs mit einer starken Teamleistung sofort in der Liga etabliert und haben ihre Ansprüche deutlich gemacht. Formal sind die Dresden Monarchs natürlich Favorit, aber die spielstarken Wilddogs dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden.

Die Königlichen selbst stehen vor der Aufgabe, sich wieder auf die Stärken der Saison zu besinnen und das Spiel gegen Potsdam vergessen zu machen. Nominell haben die Monarchs alles, um dieses Viertelfinale zu gewinnen. Sorgen bereitet allenfalls das verletzungsgeschwächte defensive Backfield. Hier müssen die bisherigen Backups erneut unter Beweis stellen, dass sie auch unter Druck bestehen können.

Es gibt also genügend Spannungsmomente für dieses Viertelfinale. Ein Schritt nach dem anderen, ein Spiel nach dem anderen – das gilt jetzt in den Playoffs für alle Teams, aber gerade auch für die Dresden Monarchs.

Dresden Monarchs vs. Pforzheim Wilddogs – Sonnabend, 20.09. ab 15:45 Uhr!